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GG - Weniger Singvögel durch Elstern?

Elstern tauchen immer häufiger in unseren Gärten auf, während wir beobachten können, dass die Vielfalt der Singvögel zurückgeht. Elstern sind intelligente und neugierige Rabenvögel, kleiner als Krähen, schwarz-weiß gefärbt und haben einen langen Schwanz. Ihr schwarzes Gefieder leuchtet metallisch blau oder grün. Sie sind unverwechselbar. Uns fallen sie auch über ihr hartes Gemeckere „tscha-k“ auf. Ihre Nester bauen sie in Bäumen mit einem Dach aus Zweigen.

Ursprünglich kamen Elstern vor allem in offener Agrarlandschaft vor. Doch mit der Ausräumung der Feldflur und dem Rückgang kurzrasiger Weiden verlagern sie ihre Lebensräume immer mehr in Siedlungsbereiche mit dem besseren Nahrungsangebot. 

Bei der Nahrung sind Elstern nicht sehr wählerisch. Sie fressen Regenwürmer. kleine Wirbeltiere, Vogeleier, Beeren, Sämereien, und Früchte. Im Winter helfen ihnen auch Abfälle oder Aas über die Runden.

Für unsere Singvögel stellen sie damit eine Konkurrenz und Herausforderung dar. Doch laut einschlägigen Untersuchungen von LBV und NABU sind Elstern nicht dafür verantwortlich, dass der Bestand der Singvögel abnimmt. Die verstärkte Anwesenheit von Rabenvögeln in Siedlungen, wie auch der Rückgang vieler europäischer Vogelarten sind primär auf Lebensraumzerstörung und Gifteinsatz zurückzuführen.

Es hilft eher, den Wildtieren ihren natürlichen Lebensraum zurück zu geben. Wir können unsere Gärten so gestalten, dass mit Dornen oder Stacheln bewehrte heimische Sträucher gepflanzt werden, die den kleinen Vögeln Unterschlupf und Nahrung bieten. Wer eine „wilde Ecke“ im Garten anlegt und Brennnesseln sprießen lässt, kann mit vielen Raupen und Faltern rechnen, die den Vögeln wiederum als Nahrung dienen. So erhalten und fördern Sie die Vogelvielfalt.

Quelle LBV, NABU